Dokumentation zum jüdischem Friedhof
Auf dem jüdischen Friedhof in Neustadt in Holstein sind über hundert im Nationalsozialismus verfolgte Frauen, Männer und Kinder bestattet. Die meisten von ihnen waren 1945 aus dem Konzentrationslager Stutthof über die Ostsee in die Lübecker Bucht verschleppt worden und am 3. Mai 1945 in Neustadt ermordet worden.
Der Regionalhistoriker Dietrich Mau (Neustadt) und der Judaist Walter Schiffer (Borken) erarbeiten derzeit im Auftrag des Cap-Arcona-Dokumentationszentrums die erste umfassende Dokumentation der Grabsteine. Sie transkribieren die Beschriftungen, übersetzen sie und erfassen die Ergebnisse in einer Datenbank des Steinheim-Institutes für deutsch-jüdische Geschichte in Essen.
Am Donnerstag, 26. November 2026, um 18 Uhr stellen Dietrich Mau und Walter Schiffer ihre Ergebnisse im zeiTTor-Museum, Haakengraben 2–6, in Neustadt in Holstein vor.
Programm:
- Einführung (Stefan Nies, Cap-Arcona-Dokumentationszentrum)
- Geschichte des jüdischen Friedhofs Neustadt in Holstein (Dietrich Mau)
- Gedenken in jüdischer Tradition, das Selbstverständnis eines jüdischen Friedhofs und der Aufbau der Inschriften (Walter Schiffer)
- Austausch und Diskussion
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des Museums Neustadt in Holstein statt.
Der Eintritt ist frei.